Probleme und Sorgen vs. Vertrauen

Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen. Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten.

Mark Twain

Als ich diesem Satz vor einiger Zeit begegnet bin, war ich tief beeindruckt und fühlte mich selbst „ertappt“. Wie viele Sorgen und Befürchtungen hatte ich schon in meinem Leben, die wirklich niemals eingetreten sind?!

So manche schlaflose Nacht habe ich darüber gebrütet, was wäre wenn und was mache ich dann. Und überhaupt…

Nicht umsonst gibt es die Redewendung: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Wie viel Energie habe ich sozusagen darauf „verschwendet“, über Dinge nachzugrübeln, die letztendlich völlig anders gelaufen sind, als ich gedacht hatte. Manches hat sich von selbst erledigt. Anderes war am Ende nur halb so schlimm. Mit den tatsächlichen Ereignissen musste ich so oder so irgendwie zurecht kommen. Vieles im Leben ist einfach nicht planbar.

Ich bin für mich zu der Erkenntnis gekommen: Wie wäre es, die Dinge erst einmal auf mich zukommen zu lassen und dann darauf zu vertrauen, dass es schon irgendeine Lösung geben wird? Dass mir genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt einfällt?

Ehrlich gesagt, ist es bisher immer irgendwie weiter gegangen.

Wäre das nicht viel energiesparender? Im Jetzt zu bleiben und nicht so viel zu grübeln?

Und wer sagt denn überhaupt, was richtig oder falsch ist?

Für mich gibt es nur Lernerfahrungen, die mich dahin gebracht haben, wo ich heute stehe. Ich kann jeden Tag neu entscheiden:

Wer möchte ich sein in dieser Welt?

Und wer möchtest DU sein in dieser Welt?